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Brexit – Neue Grenzen für die Logistikindustrie

Mit dem Brexit wird der britische Aussenhandel neu definiert, denn Unternehmen aus allen Branchen sind von den wirtschaftlichen Konsequenzen betroffen. Fast die Hälfte (48 Prozent) der britischen Exporte geht in EU-Länder. Bei den Importen ist die Abhängigkeit mit 55 Prozent sogar noch grösser. Die Logistikbranche trägt heute über £ 121 Milliarden zur Bruttowertschöpfung bei und zählt damit zu den Top 10 Nationen des globalen Logistikleistungsindexes der Weltbank. Irland, als Sonderfall, trifft der Brexit besonders, da 80 Prozent des Handels zwischen Irland und Kontinentaleuropa auf der Strasse durch Großbritannien befördert werden.

Aus kurzfristiger Sicht wird der Rückgang der Transportvolumen nicht dramatisch ausfallen. Mittelfristig hingegen, ist mit einem deutlichen Einbruch der Frachtvolumen zu rechnen, denn mit Rückgang des Handels, reduzieren sich auch die Warensendungen. Sobald der freie Warenverkehr wegfällt, werden Zölle die Produkte verteuern, also weniger wettbewerbsfähig machen. Investitionen in Logistikzentren werden möglicherweise zurückgehen, was der Logistikbranche in Kontinentaleuropa zugutekommen könnte.

International agierende Firmen müssen mit höheren Kosten rechnen, denn die Wiedereinführung von Zöllen geht mit direkten Kostensteigerungen einher. Daneben ergeben sich indirekte Kosten, wie beispielsweise Wartezeiten bei der Zollabfertigung und administrative Zusatzaufwände.

Falls ein Unternehmen auf wichtige Zulieferer in Großbritannien angewiesen ist, könnte geprüft werden, ob diese durch EU-Zulieferer ersetzt werden können. Dies sollte besonders dann erwogen werden, wenn bei Lieferungen aus Großbritannien die Produktionskosten stark erhöht werden oder die Zulieferungen EU-Ursprung haben sollen, damit die eigenen produzierten Waren, ihrerseits beim Export vom EU-Ursprung profitieren können.


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